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Fachinterne Prüfungsanmeldung - Aktualisiertes Formular !!!

ACHTUNG !!!

Mastermodul Lehramt Grundschule: Fachinterne Prüfungsanmeldung

Bitte füllen Sie den (auf der Homepage eingestellten) Meldebogen am Computer aus und werfen ihn innerhalb des vom Prüfungsamt kommunizierten Anmeldezeitraums für Prüfungen in die Urne gegenüber von S 1.07 ein.

Das Formular ersetzt nicht die Anmeldung zur Prüfung über das LSF. Melden Sie sich zusätzlich über das LSF zur Prüfung an!

 

 

Mathematikdidaktisches Forschungskolloquium

11. Mai 2020 - Einladung zum Vortrag

Entwicklung algebraischen Denkens in der Schule – mit und ohne digitale Medien

Wer?     Prof. Dr. Bärbel Barzel ( Universität Duisburg-Essen )
Wann?   Montag, 11.05.2020 von 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr
Wo?      Raum: S 1.15 (Schlossbau)

Das Verstehen und der flexible Gebrauch von Variablen, Termen und Gleichungen ist ein wichtiges Ziel im Mathematikunterricht. Der souveräne Umgang mit diesen algebraischen Objekten ist ein wichtiges Instrumentarium bei inner- und außermathematischen Problemstellungen, insbesondere im Rahmen der Funktionenlehre. Im Vortrag wird zunächst die Problematik erörtert, dass Algebra für viele Lernende große Schwierigkeiten in sich birgt und es wird Einblick gegeben in ein forschungsbasiertes Konzept zum Lernen von Algebra über die verschiedenen Jahrgangsstufen der Sekundarstufe I hinweg. Dies wird an konkreten Beispielen verdeutlicht und die Rolle digitaler Medien diskutiert.

29. Juni 2020 - Einladung zum Vortrag

Raumvorstellungsforschung im 21. Jahrhundert

Wer? Prof. Dr. Günter Maresch ( Universität Salzburg )
Wann? Montag, 29.06.2020 von 18:00 Uhr bis ca. 19:30 Uhr
Wo? Raum: S 1.15 (Schlossbau)

Seit zumindest 141 Jahren wird das Raumvorstellungsvermögen als eine Facette der menschlichen Intelligenz beforscht. In diesem Zeitraum sind drei große Phasen erkennbar, in welchen jeweils unterschiedliche Fokussierungen die Forschung vorantrieben. Mit Mitte der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts wurde es für 10-15 Jahre etwas ruhiger um dieses Forschungsgebiet. Unter anderem unterstützt durch die neuen technischen Möglichkeiten (z. B. von bildgebenden Verfahren in der Medizin), der erweiterten Betrachtung von Einflussfaktoren und der weltweiten Beachtung des MINT- bzw. STE(A)M-Bereichs wird der Erforschung des Raumvorstellungsvermögens seit etwa 2010 wieder eine enorme Aufmerksamkeit gewidmet. In vielen Teilen der Welt werden aktuell in zahlreichen neuen Studien neuartige Zugangsweisen zur Raumvorstellung etabliert und geprüft. In den letzten wenigen Jahren sind interessante Ansätze vor allem in den USA, in Asien und in Europa entstanden. Im Vortrag wird der aktuelle Forschungstand zum Raumvorstellungsvermögen vorgestellt, es werden neue Modelle und Ergebnisse junger Studien präsentiert, es wird die Sichtweise der Neurologie kompakt erörtert und es werden konkrete Fördermöglichkeiten und praktische Trainingtools vorgestellt.

Im Vorfeld zu diesen Veranstaltungen findet ein Kolloquiumstee ab 17:30 Uhr in S 1.07 (Mathewerkstatt) statt.

Informationen zu den Vorträgen erhalten Sie auch auf unserer Forschungsseite.

Nachlese zu Macht Mathe 2019

Zum vierten Mal hieß es an der PH Weingarten „Macht Mathe!“

Am 23.11.2019 nahmen an der Pädagogischen Hochschule Weingarten gut 40 engagierte angehende sowie praktizierende Lehrkräfte an der fachdidaktischen Jahrestagung „Macht Mathe! – Daten – das kann doch (k)ein Zufall sein“ teil. Zu dieser Tagung lud im nunmehr vierten Jahr in Folge der Kontaktkreis der PH Weingarten zusammen mit den Staatlichen Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung Albstadt, Laupheim, Weingarten, Reutlingen, Rottweil und Stuttgart ein.

In diesem Jahr bildeten Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung den thematischen Schwerpunkt. Aus forschungsbezogener und aus schulpraktischer Perspektive ging es um die Frage, wie diese Inhaltsbereiche im Mathematikunterricht der Primarstufe sowie der Sekundarstufe unterrichtet werden können. Zwei Hauptvorträge rahmten die Tagung aus wissenschaftlicher Perspektive und deren Inhalte wurden am Vormittag sowie am Nachmittag in verschiedenen unterrichtspraktischen Workshops vertieft.

Für die beiden Hauptvorträge konnten Prof. Dr. Andreas Eichler (Universität Kassel) sowie Dr. Daniel Frischemeier (Universität Paderborn) gewonnen werden. Beide gaben lebhafte Einblicke in die aktuelle wissenschaftliche Diskussion zu Statistik und Wahrscheinlichkeitsrechnung und zeigten an zahlreichen Beispielen auf, wie dieses Thema in verschiedenen Schulstufen facettenreich und kognitiv anregend unterrichtet werden kann. Prof. Eichler zeigte eindrücklich, dass es nahezu täglich nötig ist, sich kritisch mit Daten auseinanderzusetzen zu können und sehr häufig nicht nur Schülerinnen und Schüler eine fundierte Kenntnis der Wahrscheinlichkeitsrechnung benötigen, um in Situationen des täglichen Lebens fundierte Entscheidungen treffen zu können. Dr. Frischemeier gelang es ebenso eindrücklich deutlich zu machen, dass zahlreiche reale Daten schon im Unterricht der Primarstufe umfassend untersucht werden können und Lernsoftware hierbei einen gewinnbringenden Beitrag zur verständnisorientierten Förderung von Lernprozessen leisten kann.

Die Tagungsteilnehmerinnen und -teilnehmer konnten die Inhalte der Hauptvorträge in vielfältigen themenorientierten Workshops verschiedener Schulstufen vertiefen und die Ausführungen mit Blick auf eine unterrichtliche Umsetzung anwenden und reflektieren. Im Stufenschwerpunkt Grundschule wurden Workshops angeboten, in denen verschiedene Spiele wahrscheinlichkeitstheoretisch betrachtet und kombinatorische Sachsituationen erkundet wurden. In weiteren Workshops konnten Gewinnchancen als Lerngelegenheit in der Grundschule erfahren werden und es wurde der bekannten Fehlvorstellung nachgegangen, ob es denn tatsächlich „schwierig“ ist eine Sechs zu würfeln. Weitere Workshops thematisierten mit Bezug zur Sekundarstufe die Aussagekraft verschiedener Mittelwerte, führten an Beispielen in die computerbasierte Simulation stochastischer Situationen ein oder nutzten das Galtonbrett sowie eine Tabellenkalkulation, um Zufallszahlen zu generieren und deren Häufigkeiten auszuwerten.

Insgesamt gelang es im Rahmen dieser mathematikdidaktischen Jahrestagung auch im Jahr 2019, in beispielgebender Weise Theorie und Praxis miteinander zu verzahnen und vielfältige Gelegenheiten zu schaffen, angehende sowie praktizierende Lehrkräfte miteinander ins Gespräch zu bringen und den wechselseitigen Austausch zwischen Wissenschaft und Schulpraxis anzuregen und weiter zu intensivieren.

Prof. Dr. Andreas Eichler (Universität Kassel)
Dr. Daniel Frischemeier (Universität Paderborn)
von links: Prof. Dr. Andreas Kittel, Prof.'in Dr. Christina Drüke-Noe, Prof. Dr. Tobias Huhmann (alle PH Weingarten), Prof. Dr. Andreas Eichler (Universität Kassel)