Geometrie spielend begreifen
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Der Mann mit dem Schal ist auch nicht irgendein Clubberer, sondern Professor an der Pädagogischen Hochschule Weingarten in der Nähe des Bodensees. Und Matthias Ludwig geht der Frage nach, was Fußball mit Mathematik zu tun hat. Das wollten auch rund 140 Kinder wissen, die sich zum Auftakt für die erste Vorlesung der Kinder-Uni eingeschrieben hatten – angesichts des Themas waren die männlichen Jung-Kommilitonen klar in der Mehrheit.
Rasch hatte der Pädagoge die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, als er ein Exemplar nach dem anderen hervorholte: Der WM-Ball, die letzte EM-Kugel, das Champignons-League-Leder, der 54er-WM-Ball und viele mehr. Trotz der Vielfalt hatten sie alle eines gemeinsam: Die einzelnen Lederfragmente, die erst als Ganzes eine Kugel werden, mussten erst berechnet werden und gehen auf geometrische Formen zurück.
Da gab es Rauten, Tetraeder, Pentagramme, Dodekaeder und viele weitere Formen, die dann in unterschiedlicher Anzahl zusammengesetzt einen Ball ergeben. Wunderbar eigneten sich damit die verschiedenen Fußbälle, um in die Geometrie einzuführen und begeistert folgten die Kinder den Ausführungen des Referenten.
Manche Zuhörer machten sich Notizen, manche waren besonders heiß drauf, einen der Bälle in die Hand zu bekommen. So gibt der kleine Moritz beispielsweise zu, dass er in erster Linie wegen Fußball gekommen ist. Doch dann sei er überrascht gewesen, was das Ganze mit Mathematik zu tun hat.
Bei der nächsten Vorlesung geht es um Physik. Petra Bieber, Initiatorin und selbst Lehrerin, wird der Entstehung von Licht und Schatten nachgehen. Die Vorlesung am 13. Dezember beginnt wiederum 11.15 Uhr – und Vorlesungsausweis nicht vergessen, erinnerte Lehrerin Bieber.





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