Unter dem Thema "Geometrie im Gelände" wird in der vorliegenden Arbeit ein kleiner Teilbereich der Geodäsie (BROCKHAUS) für den Mathematikunterricht methodisch und didaktisch aufbereitet.
Land- und Feldvermessung- geodätische Probleme "im Kleinen"- werden seit Alters her mit elementaren Gerätschaften betrieben, die für Schüler der Realschule leicht begreiflich sind.
Welche geometrischen Grundkenntnisse können über die Arbeit im Gelände vermittelt werden?
Welche übergeordneten Kompetenzen können die Schüler erwerben?
Fragen dieser Art werden in der vorliegenden Arbeit für den Mathematikunterricht untersucht.
Diese Fragen sollen insbesondere aufgrund der Tatsache gestellt werden, dass Mathematikunterricht im Rückblick weitgehend auf derartige Handlungsorientierung verzichtet hat. Obwohl die Bedeutung der Handlung für das Lernen bereits seit langem erkannt ist, gingen die didaktischen Vorschläge nicht über die Arbeit im Klassenzimmer hinaus. So wenden sich PESTALOZZIS' Vorschläge gegen das bis zu dieser Zeit übliche Auswendiglernen, sind aus heutiger Sicht jedoch nicht weitreichend genug. Im 20. Jahrhundert erhalten Veränderungen Einzug, die dem heutigen Verständnis des Handlungsbegriffs näher stehen (KÜHNEL, BREIDENBACH, andere). Dennoch blieb der Mathematikunterricht hauptsächlich im Schulgebäude.
Ziel des didaktischen Teils der Homepage ist es daher, Aspekte herauszuarbeiten, die dafür sprechen, dass bestimmte Einsichten und Erkenntnisse über geometrische Sachverhalte durch die Arbeit im Gelände besser vermittelt werden können als durch das Lernen innerhalb der Mauern des Klassenzimmers.
Über diese theoretischen Überlegungen hinaus sollen konkrete Unterrichtsbeispiele für die verschiedenen Klassenstufen der Realschule die Bandbreite der Möglichkeiten, "Geometrie im Gelände" praktisch zu verwirklichen, aufzeigen.